Aktuelle Termine

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Versammlung auf dem Syntagma Platz

 

Treffen des Komitees

einladung

Das nächste Treffen findet am Montag dem 25. November 2019 um 19:00 Uhr im Club 68 in der Ringstr. 68 im mittleren Saal statt.

Über euren Besuch oder Teilnahme würden wir uns freuen!
Wir treffen uns etwa alle zwei Wochen.

Aktuelle Informationen zu Griechenland findet ihr auch auf der bundesweiten Vernetzungsseite

Unsere aktuellen Termine findet ihr auch bei Facebook


Filmveranstaltung

Am 20. November wollten wir den Film “Der marktgerechte Mensch” zeigen, aus Krankheitsgründen im Filmteam, wird der Film erst später fertiggestellt. Wir werden diesen Film daher erst im Frühjahr 2020 zeigen können.

Am 20. November werden wir den den Film “Eldorado Struggle for Skouries” um 19:30 Uhr im Kino der Hansastraße 48 zeigen.

„Eldorado – The struggle for Skouries“

Griechenland / 2018 / 56 min / Wasil Schauseil, Leo Helbich / mit deutschen Untertitel

Inhalt

In den Bergen von Chalkidiki im Norden Griechenlands tobt seit mehr als dreißig Jahren ein harter Kampf gegen die Bergbauindustrie und deren zerstörerische Folgen für die Natur. Mitten im gut 317 Quadratkilometer großen Bergbaukomplex befinden sich drei Abbauorte: die Gold- und Kupfermine Skouries, die ältere Silber-, Blei- und Zinkmine Stratoni, und Olimpiada, eine Gold-, Blei- und Zinkmine mit einem angeschlossenen Weiterverarbeitungswerk. Der Film dokumentiert den Kampf der Bevölkerung gegen Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen bei Europas größtem Bergbauprojekt.


Der Film dokumentiert den demokratischen Kampf der Bevölkerung gegen die Zerstörung ihrer Heimat durch hochriskanten Goldabbau. Die Oppositionsbewegung gegen die Ressourcenausbeutung wurde schnell zur Zielscheibe massiver staatlicher Repressionen. Jetzt stehen 450 Menschen vor Gericht.

Mehr Hintergrundinfos: Der goldeneTod

Der Eintritt ist frei Spenden für das von uns unterstützte Soli-Projekt “die Ameise”              To Mirmighi sind erwünscht.

Deutschland und EU, Griechenland und Türkei:

Gemeinsam gegen Flüchtende

Es ist beschämend – und zum wütend werden: Trotz aller Lippenbekenntnisse wird die Lage der Flüchtenden immer schlimmer.

Einerseits gibt es das Dublin-Abkommen, das garantieren soll, dass keine Flüchtenden das Recht haben, nach Deutschland zu kommen. Dennoch war es verzweifelten Menschen aus dem Nahen Osten gelegentlich gelungen, über Griechenland und die „Balkanroute“ auch nach Deutschland zu kommen. Mit Erpressung und Bestechung wurde die Regierung in Griechenland verpflichtet, keine Flüchtenden durchreisen zu lassen, wurde die Regierung der Türkei dazu gebracht, keine Flüchtenden nach Griechenland gelangen zu lassen.

Allerdings kassiert die Türkei zwar die Milliarden Euro, behandelt aber die Geflohenen äußerst schlecht, schiebt diese sogar in Kriegsgebiete ab.

Doch es kommt noch schlimmer. In der Türkei werden die Geflohenen nicht nur schlecht behandelt und in Kriegsgebiete abgeschoben. Die USA haben, wie wir schon lange vermuteten, ihren ehemaligen Bündnispartner fallen lassen und Erdogan frei Hand gelassen. Seit Tagen nun bombardiert jetzt die Türkische Armee kurdische Gebiete in Syrien, gemeinsam mit den Söldnern der ehemaligen „freien syrischen Armee“. Diese wüten schrecklich unter den Kurden, „Sie raubten, mordeten, folterten…“ heißt es in der NZZ.

Unverhohlen erklärt Erdogan, er werde die Kurden aus ihrer Heimat in Nordsyrien vertreiben, so soll u.a. Platz geschaffen werden für 2 Millionen Flüchtlinge, die sich noch in Lagern in der Türkei befinden. Den Kurden und den Flüchtlingen droht aber noch schlimmeres: Zigtausend gefangene IS-Kämpfer könnten in den nächsten Tagen freigesetzt werden und fürchterliche „Rache“ ausüben.

Folglich riskieren viele Menschen alles und mehr und mehr gelangen nach Griechenland, aber auch dort sind sie nicht willkommen. Die europäischen Behörden, auch die griechische Regierung, sperrten Asylsuchende ein, lassen sie nicht durch Griechenland reisen. Lassen sie nicht einmal aufs Festland. Die Flüchtenden werden z.B. in das Lager Moria auf Lesbos gesteckt. Im Lager – für 3000 ausgelegt -, leben heute unter katastrophalen Bedingungen 13000 Menschen, es fehlt an allem.

Um gegen die Fliehenden vorzugehen, werden in Griechenland Polizei und Grenzschutz ausgebaut. Es wurde angekündigt, weitere 10000 Menschen in die Türkei abzuschieben. Und die Bundesregierung verkündet einen lauen Protest angesichts der türkischen Verbrechen gegenüber Geflohenen und den Kurden, lässt Erdogan aber weiter gewähren, und Seehofer fordert noch stärkere Abschottung der EU-Grenzen „Zustände wie 2015 müssen vermieden werden‘.

Gemeinsam mit all den Betroffenen fordern wir: Kampf dem Imperialismus und seinen Kriegen! Kampf der EU, deren Politik schon Tausenden von Fliehenden das Leben gekostet hat! Schluss mit dieser unmenschlichen Politik von EU und Deutschland, der Türkei und Griechenland: Keine Inhaftierung der Geflohenen, sondern Abschaffung der Lager und Öffnung der Grenzen, solange es noch Fliehende vor Krieg, Folter und Unterdrückung gibt!

Dafür müssen wir alle gemeinsam kämpfen – Hoch die internationale Solidarität! Stopp aller Rüstungsexporte!

Vio.me on Tour

Eine Rundreise von einem Aktivisten der selbstverwalteten Fabrik VIO.ME in Griechenland in fünf Städten Deutschlands.

Am 16 Oktober in Kiel in der Hansastrasse 48 um 20:00 Uhr, wird uns Makis Anagnostou, Vertreter der Betriebsgewerkschaft von VIO.ME besuchen.

VIO.ME ist eine Fabrik in Thessaloniki, die Baustoffe herstellte und im Mai 2011 von ihren Besitzern verlassen wurde. Die Arbeiter, waren seit über einem Jahr ohne Lohn und haben sie in der Folge besetzt. Nachdem Interventionen bei den Ministerien erfolglos geblieben sind, haben sie beschlossen, die Fabrik in Selbstverwaltung unter Arbeiterkontrolle weiterzuführen – und nun Bioputzmittel herzustellen.

Demo gegen die Zwangsversteigerung am 25. 06. 19

 

Ende Februar 2019 feierten die Kolleg*innen der VIO.ME ihren sechsten „Geburtstag“. Das diesjährige Motto ihrer Feier lautet: „Sechs Jahre VIO.ME – sechs Jahre Kampf für eine Gesellschaft ohne Bosse“.

Demo 25. 06. 19

 

Die breite Schicht der prekarisierten Menschen ist nicht mehr eine soziale Randgruppe, die einen isolierten Protest führt, sondern ein wichtiger Teil der Arbeiter*innenbewegung im weitesten Sinne. Fast unterschwellig formiert sich eine Gegenbewegung, die trotz der vielen Schläge noch keine entscheidende Niederlage erlitten hat. Nur so ist das „legendäre“ Projekt der VIO.ME objektiv zu erklären – die Kolleg*innen der rückeroberten Fabrik machen den täglichen Existenzkampf der sozial abgehängten Menschen in Griechenland sichtbar.

In ihren zahlreichen Erklärungen haben die Kolleg*innen der VIO.ME immer wieder folgendes Argument sehr treffend formuliert: „Wir sind nicht das große Beispiel für die Überwindung des kapitalistischen Systems; wir sind nur ein bescheidener Teil des breiten sozialen Widerstandes in diesem Land. Doch wenn es uns nicht mehr geben sollte, wäre dieser Widerstand ein Stück ärmer. Wir wünschen den Kolleg*innen der VIO.ME weiterhin Durchhaltevermögen, Kraft und viel Erfolg.

Der griechische Staat versucht seit Jahren diese selbstverwaltete Fabrik zu beseitigen, indem man versucht, das Firmeneigentum per Zwangsversteigerung zu verkaufen. Bisher sind alle die Versuche aufgrund des Widerstands der Solidartätsbewegung gescheitert, die letzten fanden am 13., 20. und 27. Juni statt. Zwei weitere finden am 19. September und am September und am 24. Oktober 2019 statt.

In diesem Jahr ist die Zwangsversteigerung des Firmengeländes für die Bieter attraktiver. Der Startpreis wurde reduziert und das erhöht das Risiko, dass die selbstverwaltete Fabrik VIO.ME zerschlagen wird.

 

Mehr Infos im Netz: http://www.viome.org/search/label/Deutsch  und

http://www.labournet.de/internationales/griechenland/arbeitskaempfe-griechenland/metalleutiki

 

11 Thesen zu Griechenland

In unserem Komitee haben wir uns zu Griechenland auf folgende Kernthesen geeinigt die weiterhin nichts an Ihrer Aktualität verloren haben, sie treten eher noch klarer in den Vordergrund.

Krisenlabor Griechenland

1. Die Krisenpolitik der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat in Griechenland die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in vielen Bereichen auf das Niveau von Schwellenländern abgesenkt.


2. Das chauvinistische Bild vom “faulen Griechen”, der mit den Steuermitteln des “fleißigen Deutschen” gerettet werden soll, dient der Spaltung,dem Aufbau von Missgunst und der Verhinderung eines solidarischen Widerstand gegen das europäische Krisenregime.


3. Der Auslöser der europäischen Krise war die Finanzkrise 2008/2009, in deren Verlauf Banken mit Steuermitteln gerettet wurden und Staaten durch diese Bankenrettungen weiter in die Verschuldung getrieben wurden.


4. Verschärft wurde die Krise durch die Krise des Euros und Spekulationen mit Staatsanleihen.


5.  Mit einer “Schockstrategie” wird die Krise benutzt, den EU-Staaten eine Art Agenda 2010 zu verpassen.


6. Die Krisenländer die sich den Hilfsplänen der EU unterwerfen müssen, werden in ihrer Wirtschafts- und Finanzplanung zu Befehlsempfänger der Troika und verlieren dadurch faktisch ihre staatliche Souveränität.


7. Durch Lohndumping und Sozialabbau erzielte Deutschland in der EU starke Wettbewerbsvorteile und hohe Exportüberschüsse.


8. Der Konkurrenzdruck kehrt nach Deutschland zurück, wenn in den Krisenländern die drastischen Kürzungsprogramme exekutiert wurden.


9. In Reaktion auf die Krise verstärken sich in ganz Europa nationalistische und rassistische Tendenzen.


10. Im Mittelpunkt der EU-Konstruktion standen und stehen in erster Linie die ökonomischen Interessen der Wirtschaftseliten.


11. Für ein soziales, demokratisches und ökologisches Europa bedarf es eines europaweiten solidarischen Widerstands, der mit der Logik der herrschenden
Politik in der EU bricht