Aktuelle Termine

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Versammlung auf dem Syntagma Platz

 

Treffen des Komitees

einladung

Das nächste Treffen findet am Montag dem 3. August 2020 im Club 68 (Galerie) um 19:00 Uhr statt. Unser nächster Filmtermin wird am 18. September 2020 um 19:30 in der Hansastr. 48 stattfinden.

Über euren Besuch oder Teilnahme würden wir uns freuen!
Wir treffen uns etwa alle zwei Wochen.

Aktuelle Informationen zu Griechenland findet ihr auch auf der bundesweiten Vernetzungsseite

Unsere aktuellen Termine findet ihr auch bei Facebook

Unser Spendenkonto

Jürgen Dollase
Deutsche Skatbank 
Zweigniederlassung der VR-Bank Altenburger Land eG
IBAN: DE59 8306 5408 0004 1014 05
BIC GENODEF1SLR

Betreff: Solidarität mit Griechenland


Buchempfehlung

Die zerrissene Republik

Wer nicht zu den Verlierern zählen will, sollte eben zu den Gewinnern wechseln“

Diesen zynischen Satz formulierte Martin Lück, deutscher Chefstratege von Blackrock (weltweit größter Vermögensverwalter) in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 9.12.19 angesichts der Debatte um die sich vergrößernde Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland.

Es ist nicht zu übersehen, dass in der öffentlichen Wahrnehmung das Thema der zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung an Bedeutung gewinnt. So gingen in den vergangenen Wochen z.B. folgende Meldungen durch die Presse:

  • Die Zahl der Wohnungslosen in Kiel hat sich binnen zehn Jahren mehr als vervierfacht: von 277 Menschen im Jahr 2009 auf 1178 im Jahr 2019. (Kieler Nachrichten 29.2.20)
  • Deutschland liegt mit der Höhe des Mindestlohns von 9.35 Euro im EU-Vergleich auf Platz 16 der 19 Länder, für die Daten zur Verfügung stehen. Nur Estland, Tschechien und Spanien schneiden noch schlechter ab. Die EU-Kommission sieht den Mindestlohn in Deutschland sogar auf armutsgefährdendem Niveau.
  • Insgesamt haben seit Anfang 2005 etwa 20 Millionen Personen zumindest eine Zeit lang die Grundsicherungsleistungen der Bundesagentur für Arbeit (Hartz-IV) bezogen. Dass die Gesamtzahl der Transferleistungsempfänger/innen zuletzt ebenso abgenommen hat wie die relative Höhe der Zahlbeträge, liegt nicht etwa an einem Rückgang der materiellen Bedürftigkeit von Leistungsberechtigten, sondern primär an den durch die Hartz-Reformen drastisch verschärften Anspruchsvoraussetzungen, Kontrollmechanismen und Repressalien. Mehr

Spendenaufruf der Ameise (To Mirmigi)

Di, 19.05.2021

Liebe MitstreiterInnen und FreundInnen der Ameise, unser Projekt versucht in jeder Art und Weise den erhöhten Bedürfnissen zu entsprechen, die in der Pandemie entstanden sind. Mehr Menschen der Nachbarschaft haben sich an unseren Aktivitäten beteiligt und unser Raum ist mittlerweile den ganzen Tag lang offen, um angebotene Nahrungsmittel entgegenzunehmen.

Unabhängig von der Verteilung von trockener Nahrung bieten wir zusätzlich in der letzten Zeit zweimal die Woche vorgekochte Essensrationen an. Außerdem haben wir durch unsere nach außen gerichteten Arbeit unsere Sichtbarkeit in Kypseli mit der Durchführung von Kampagnen erhöht.

Trotz alledem ließen die hygienischen Einschränkungen es nicht zu, dass wir die Aktivitäten organisieren, mit denen wir uns normalerweise finanzieren (Bazaare, Veranstaltungen, Bar derAmeise usw.)

Da dieser Zustand schon seit über zwei Monaten andauert und wahrscheinlich noch längere Zeit andauern wird, befinden wir uns in einer finanzieller Notlage und die verfügbaren Ressourcen in unserer Kasse reichen kaum noch um die Fixkosten (Monatsmiete für Mai, Nebenkosten usw.) zu bestreiten.

Aufgrund dieser Situation und bevor wir uns Crowd Funding Lösungen zuwenden, haben wir beschlossen, uns zuallererst an diejenigen zu wenden, mit denen uns solidarisch verbunden fühlen nämlich unseren Mitgliedern und unseren FreundInnen.

Jede Geldsumme, die jede(r) von euch zur Verfügung stellen kann, ist für uns eine wertvolle Unterstützung und eine Hoffnung für die Verlängerung der Existenz unseres Projektes.

In der Hoffnung, dass die Solidarität immer Wege zum Sieg findet, bitten wir um eure
Unterstützung.

Mit solidarischen Grüßen,
Ameise To Mirmigi
Solidaritätsprojekt von Kypseli

Spendenkonto:

Jürgen Dollase
Deutsche Skatbank 
Zweigniederlassung der VR-Bank Altenburger Land eG
IBAN: DE59 8306 5408 0004 1014 05
BIC GENODEF1SLR

Betreff: Solidarität mit Griechenland

Ein Generator für Vio.Me 2

Update

Vor einigen Wochen hat sich die Gelegenheit ergeben, ein Spender erklärte er könne Vio.Me einen Generator zur Verfügung stellen. Nachdem der Transport von Vio.Me und uns mit Unterstützung durch Mitglieder des Griechenland Solidaritäts Komitee Köln organisiert werden konnte hat uns heute am 19. Mai 2020 die unten stehende Mail der Arbeiter von Vio.Me erreicht.

Our dear comrades,

the generator has arrived here at the factory and we have already put it to use! We are sending you also a picture of us with the generator.
Thank you Rainer and everyone at the Griechenland Solidarity Committee so much for everything, your support means a lot to us and it gives us strength to keep fighting!

In solidarity, workers at Viome Coop

Ein Generator für Vio.Me

Spendenaufruf:

Seit nunmehr 7 Jahren haben die Arbeiter*innen von Vio.Me ihre Fabrik rückerobert, sich in Selbstverwaltung ohne Bosse organisiert und mit gleichen Löhnen und Jobrotation gearbeitet. Damit sind sie nicht nur in Griechenland zu einem Leuchtturmprojekt für Arbeiterselbstverwaltung und Rückeroberung von Betrieben geworden. Mit vielen anderen, in Griechenland und international, haben wir das Vio.Me-Projekt solidarisch unterstützt, z. B. mit der Sammlung für die Anschaffung eines Autotransporters 2016.

Nun nutzte die Mitsotakis-Regierung die Coronakrise und den von ihr selbst ausgerufenen „Kriegszustand“, um Vio.Me in die Knie zu zwingen. Am 30.3. hat die staatliche Stromgesellschaft DEI die Energieversorgung abgestellt. Nur mithilfe von geliehenen Generatoren kann die Belegschaft ein Minimum an Produktion aufrechterhalten.

Deshalb rufen die Arbeiter*innen von Vio.Me dazu auf, ihnen bei der Anschaffung eines Bio-Diesel Generators zu helfen. Denn “die Produktion, die uns am Leben hält, darf keine Minute unterbrochen werden“, appellieren sie an die internationalen solidarischen Unterstützter*innen.

Daneben kann man jetzt vermehrt Vio.Me-Produkte kaufen, u.a. zur Belieferung der Flüchtlingslager in Griechenland.

Die Anschaffung dieses Generators ist nach Absprache mit Vio.Me jetzt das Wichtigste. Wir rufen deshalb zur Unterstützung und Verbreitung dieses Aufrufs auf.

Griechenland Solidaritätskomitee Köln (gskk.org)

Spenden bitte auf das Konto:
Manfred Neugroda
Santander Consumerbank
IBAN: DE65 500 333 00 2173854100
BIC: SCFEDE33XXX
Kennwort: viome

Manolis Glezos ist gestorben

Wenn es einen Helden unserer Zeit in Griechenland gab, dann war es Manolis Glezos.
Er starb heute. Bis zum Schluss, mit 97 Jahren, war er leidenschaftlich politisch aktiv. Er wurde sehr jung zum Helden. Kurz nachdem die Nazis Griechenland besetzt hatten, am 30. Mai 1941, kletterte er nachts zusammen mit Apostolos Sandas auf die Akropolis und riss die gehisste Hakenkreuzfahne herunter. Diese Widerstandshandlung war ein Fanal, das viele Griechen zum Widerstand anregte. Während der Besatzungszeit wurde er immer wieder verhaftet und gefoltert. Auch während der düsteren Jahrzehnte nach dem Krieg wurde er aus politischen Gründen viele Jahre in Gefängnissen festgehalten. Er wurde mehrfach zum Tode verurteilt. Sein ganzes langes Leben lang hat er sich in führenden Postionen politisch engagiert. Er war Herausgeber zweier Zeitungen und hat eine Reihe von Büchern geschrieben. Von 2014 bis zum Juli 2015 war er das älteste Mitglied des Europaparlaments.

Aktuelles zu Viome

Stromversorgung von VioMe abgeschnitten. Aktuelle Pressemitteilung der Kollegen von VioMe:

Aktuelle Pressemitteilung – zum Abschalten der Stromversorgung der selbstverwalteten Fabrik von VIOME

Die im Dunkeln wirkenden Vampire der Macht fanden den “richtigen” Moment, um die Stromversorgung der selbstverwalteten Fabrik von VIOME abzuschalten:

um 6:30 Uhr morgens am 30/3/20. Ein Kran war bereits aufgestellt und die Polizeiaktion wurde von zwei Einheiten der Spezialeinsatzkräfte mit Einsatzfahrzeugen für Gefangenentransport durchgeführt, was eindeutig auf einen politischen Auftrag hinweist. Die Maßnahme erinnerte an die griechischen Regierungen der 50er Jahre, die die Kämpfer in den Morgenstunden hinrichteten, damit die Menschen nicht darauf reagieren konnten.

Wir prangern auch die „Kollegen“ des Öffentlichen Elektrizitätsversorgungsunternehmens (DEI) an, die bei dieser Aktion als Vollstrecker fungiert haben.

Wir fordern den sofortigen Wiederanschluss an die Stromversorgung.

Und das alles, während wir mit dem Arbeitsministerium über eine vollständige Legalisierung der selbstverwalteten Fabrik von VIOME in Verhandlungen stehen. Und obwohl sie wissen, dass wir Produkte für die persönliche und häusliche Hygiene herstellen, die für die Gesellschaft von vorrangiger Bedeutung sind.

Thessaloniki, den 30.03.2020

Die Kolleg*innen der SE.VIOME

Deutschland und EU, Griechenland und Türkei:

Gemeinsam gegen Flüchtende

Es ist beschämend – und zum wütend werden: Trotz aller Lippenbekenntnisse wird die Lage der Flüchtenden immer schlimmer.

Einerseits gibt es das Dublin-Abkommen, das garantieren soll, dass keine Flüchtenden das Recht haben, nach Deutschland zu kommen. Dennoch war es verzweifelten Menschen aus dem Nahen Osten gelegentlich gelungen, über Griechenland und die „Balkanroute“ auch nach Deutschland zu kommen. Mit Erpressung und Bestechung wurde die Regierung in Griechenland verpflichtet, keine Flüchtenden durchreisen zu lassen, wurde die Regierung der Türkei dazu gebracht, keine Flüchtenden nach Griechenland gelangen zu lassen.

Allerdings kassiert die Türkei zwar die Milliarden Euro, behandelt aber die Geflohenen äußerst schlecht, schiebt diese sogar in Kriegsgebiete ab.

Doch es kommt noch schlimmer. In der Türkei werden die Geflohenen nicht nur schlecht behandelt und in Kriegsgebiete abgeschoben. Die USA haben, wie wir schon lange vermuteten, ihren ehemaligen Bündnispartner fallen lassen und Erdogan frei Hand gelassen. Seit Tagen nun bombardiert jetzt die Türkische Armee kurdische Gebiete in Syrien, gemeinsam mit den Söldnern der ehemaligen „freien syrischen Armee“. Diese wüten schrecklich unter den Kurden, „Sie raubten, mordeten, folterten…“ heißt es in der NZZ.

Unverhohlen erklärt Erdogan, er werde die Kurden aus ihrer Heimat in Nordsyrien vertreiben, so soll u.a. Platz geschaffen werden für 2 Millionen Flüchtlinge, die sich noch in Lagern in der Türkei befinden. Den Kurden und den Flüchtlingen droht aber noch schlimmeres: Zigtausend gefangene IS-Kämpfer könnten in den nächsten Tagen freigesetzt werden und fürchterliche „Rache“ ausüben.

Folglich riskieren viele Menschen alles und mehr und mehr gelangen nach Griechenland, aber auch dort sind sie nicht willkommen. Die europäischen Behörden, auch die griechische Regierung, sperrten Asylsuchende ein, lassen sie nicht durch Griechenland reisen. Lassen sie nicht einmal aufs Festland. Die Flüchtenden werden z.B. in das Lager Moria auf Lesbos gesteckt. Im Lager – für 3000 ausgelegt -, leben heute unter katastrophalen Bedingungen 13000 Menschen, es fehlt an allem.

Um gegen die Fliehenden vorzugehen, werden in Griechenland Polizei und Grenzschutz ausgebaut. Es wurde angekündigt, weitere 10000 Menschen in die Türkei abzuschieben. Und die Bundesregierung verkündet einen lauen Protest angesichts der türkischen Verbrechen gegenüber Geflohenen und den Kurden, lässt Erdogan aber weiter gewähren, und Seehofer fordert noch stärkere Abschottung der EU-Grenzen „Zustände wie 2015 müssen vermieden werden‘.

Gemeinsam mit all den Betroffenen fordern wir: Kampf dem Imperialismus und seinen Kriegen! Kampf der EU, deren Politik schon Tausenden von Fliehenden das Leben gekostet hat! Schluss mit dieser unmenschlichen Politik von EU und Deutschland, der Türkei und Griechenland: Keine Inhaftierung der Geflohenen, sondern Abschaffung der Lager und Öffnung der Grenzen, solange es noch Fliehende vor Krieg, Folter und Unterdrückung gibt!

Dafür müssen wir alle gemeinsam kämpfen – Hoch die internationale Solidarität! Stopp aller Rüstungsexporte!

11 Thesen zu Griechenland

In unserem Komitee haben wir uns zu Griechenland auf folgende Kernthesen geeinigt die weiterhin nichts an Ihrer Aktualität verloren haben, sie treten eher noch klarer in den Vordergrund.

Krisenlabor Griechenland

1. Die Krisenpolitik der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat in Griechenland die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in vielen Bereichen auf das Niveau von Schwellenländern abgesenkt.


2. Das chauvinistische Bild vom “faulen Griechen”, der mit den Steuermitteln des “fleißigen Deutschen” gerettet werden soll, dient der Spaltung,dem Aufbau von Missgunst und der Verhinderung eines solidarischen Widerstand gegen das europäische Krisenregime.


3. Der Auslöser der europäischen Krise war die Finanzkrise 2008/2009, in deren Verlauf Banken mit Steuermitteln gerettet wurden und Staaten durch diese Bankenrettungen weiter in die Verschuldung getrieben wurden.


4. Verschärft wurde die Krise durch die Krise des Euros und Spekulationen mit Staatsanleihen.


5.  Mit einer “Schockstrategie” wird die Krise benutzt, den EU-Staaten eine Art Agenda 2010 zu verpassen.


6. Die Krisenländer die sich den Hilfsplänen der EU unterwerfen müssen, werden in ihrer Wirtschafts- und Finanzplanung zu Befehlsempfänger der Troika und verlieren dadurch faktisch ihre staatliche Souveränität.


7. Durch Lohndumping und Sozialabbau erzielte Deutschland in der EU starke Wettbewerbsvorteile und hohe Exportüberschüsse.


8. Der Konkurrenzdruck kehrt nach Deutschland zurück, wenn in den Krisenländern die drastischen Kürzungsprogramme exekutiert wurden.


9. In Reaktion auf die Krise verstärken sich in ganz Europa nationalistische und rassistische Tendenzen.


10. Im Mittelpunkt der EU-Konstruktion standen und stehen in erster Linie die ökonomischen Interessen der Wirtschaftseliten.


11. Für ein soziales, demokratisches und ökologisches Europa bedarf es eines europaweiten solidarischen Widerstands, der mit der Logik der herrschenden
Politik in der EU bricht