Aktuelle Termine

Treffen des Komitees

einladung

Das Treffen am Montag 16. Mai 2016 fällt aus, unser nächstes Treffen findet am 30. Mai 2016 um 19:00 Uhr in der Pumpe in der Kneipe statt.

Über euren Besuch oder Teilnahme würden wir uns freuen!
Wir treffen uns etwa alle zwei Wochen.

 

Aktuelle Informationen zu Griechenland findet ihr auch auf der bundesweiten Vernetzungsseite


 

Filmveranstaltung

Am 1. Juni 2016 zeigen wir im Kino der Hansastr. 48 um 20:00 Uhr den Film Fascism Inc.

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Weil die Ursachen der Krise, die den Faschismus fördern, teil der Gegenwart und nicht der Vergangenheit sind…“

Das Filmprojekt „Fascism Inc“ zeigt den wenig diskutierten Zusammenhang zwischen dem Aufschwung des Faschismus und den Mechanismen der Kapitalakkumulation quer durch Europa. Beginnend im Deutschland und Italien der 20er und 30er Jahre, wo anhand der deutschen Krupp-Familie oder den Agnellis, Alfa Romeo oder Pirelli in Italien exemplarisch aufgezeigt wird, wie Wirtschaftseliten den Faschismus direkt unterstützt haben, um sozialistische Bewegungen und Gewerkschaften zu zerschlagen.

Anschließend geht der Film auf die historische und aktuelle Situation in Griechenland ein, die deutsche Besetzung, der anschließende Bürgerkrieg und die Diktatur, bis hin zu den aufgezwungenen Austeritäts-Maßnahmen. An allen Punkten findet sich das gleiche Muster: Wenn die Wirtschaftseliten das Vertrauen in das politische Establishment verlieren und sich bedroht fühlen, sind sie sogar bereit mit dem Faschismus zu spielen. Obwohl sie das eigentlich nicht wollen – für sie ist es die letzte Chance, die Zügel in der Hand zu behalten.

Fascism Inc.”, produziert von den FilmemacherInnen Aris Chatzistefanou und Katerina Kitidi, ist von der antifaschistischen Bewegung in ganz Europa inspiriert und hat das Ziel diese zu unterstützen. Die Finanzierung für den Film erfolgte komplett unabhängig, ohne die Unterstützung politischer Parteien oder Firmen.

Der Film ist vorrangig in griechischer und englischer Sprache und wird mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Der Eintritt ist frei Spenden für „To Mirmighi“ (die Ameise) sind erwünscht.

In unserem Komitee haben wir uns zu Griechenland auf folgende Kernthesen geeinigt die weiterhin nichts an Ihrer Aktualität verloren haben, sie treten eher noch klarer in den Vordergrund.

Krisenlabor Griechenland

1. Die Krisenpolitik der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat in Griechenland die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in vielen Bereichen auf das Niveau von Schwellenländern abgesenkt.


2. Das chauvinistische Bild vom „faulen Griechen“, der mit den Steuermitteln des „fleißigen Deutschen“ gerettet werden soll, dient der Spaltung,dem Aufbau von Missgunst und der Verhinderung eines solidarischen Widerstand gegen das europäische Krisenregime.


3. Der Auslöser der europäischen Krise war die Finanzkrise 2008/2009, in deren Verlauf Banken mit Steuermitteln gerettet wurden und Staaten durch diese Bankenrettungen weiter in die Verschuldung getrieben wurden.


4. Verschärft wurde die Krise durch die Krise des Euros und Spekulationen mit Staatsanleihen.


5.  Mit einer „Schockstrategie“ wird die Krise benutzt, den EU-Staaten eine Art Agenda 2010 zu verpassen.


6. Die Krisenländer die sich den Hilfsplänen der EU unterwerfen müssen, werden in ihrer Wirtschafts- und Finanzplanung zu Befehlsempfänger der Troika und verlieren dadurch faktisch ihre staatliche Souveränität.


7. Durch Lohndumping und Sozialabbau erzielte Deutschland in der EU starke Wettbewerbsvorteile und hohe Exportüberschüsse.


8. Der Konkurrenzdruck kehrt nach Deutschland zurück, wenn in den Krisenländern die drastischen Kürzungsprogramme exekutiert wurden.


9. In Reaktion auf die Krise verstärken sich in ganz Europa nationalistische und rassistische Tendenzen.


10. Im Mittelpunkt der EU-Konstruktion standen und stehen in erster Linie die ökonomischen Interessen der Wirtschaftseliten.


11. Für ein soziales, demokratisches und ökologisches Europa bedarf es eines europaweiten solidarischen Widerstands, der mit der Logik der herrschenden
Politik in der EU bricht