Aktuelle Termine

Treffen des Komitees

einladung

Das nächste Treffen findet am Montag dem 5. September 2016 um 19:00 Uhr in der Kneipe der Pumpe  statt.

Über euren Besuch oder Teilnahme würden wir uns freuen!
Wir treffen uns etwa alle zwei Wochen.

 

Aktuelle Informationen zu Griechenland findet ihr auch auf der bundesweiten Vernetzungsseite


 

Filmabend zu Chile

Am 6. September zeigen wir den Film

„Chile der Kampf geht weiter“

im Kino der Hansastr.48  um 20:00 Uhr

CliledKgw              Szenen aus „Chile – Der Kampf geht weiter“ (1973/74)

Der Eintritt ist frei wir sammeln für Spenden für To Mirmigi (Die Ameise) ein Solidaritätsprojekt in Athen.


Wir das Griechenland Soli Komitee Kiel wollen mit dem Film zu Chile an die damaligen Auseinandersetzungen erinnern, zum anderen darauf aufmerksam machen das Chile unter der Diktatur Pinochets ein frühes Experimentierfeld des Neoliberalismus und seiner Schockstrategie wurde.

Chile galt als Testfall für die Erprobung des wirtschaftsliberalen Programms der Chicagoer Schule. Arnold Harberger lud Milton Friedman im Namen der Banco Hipotecario de Chile zu einem Besuch in Chile im März 1975 ein. Bei dieser Gelegenheit erklärte Friedman, dass die grundlegenden Probleme des Landes, d.h. die Inflation und die ökonomische Zerrüttung, eine „Schockbehandlung“ erforderten. Eine Politik der kleinen Schritte berge die Gefahr, dass der Patient sterbe, bevor die Behandlung wirke. Auf die persönliche Bitte Pinochets schrieb Friedman ihm danach aus Chicago einen ausführlichen Brief mit Empfehlungen. Im April 1975 übergab Pinochet einem Team von vier „Hardlinern“ unter den Chicago Boys das wirtschaftspolitische Kommando: Er ernannte Sergio de Castro zum Wirtschaftsminister, Jorge Cauas zum Finanzminister, Pablo Baraona zum Präsidenten der Zentralbank und Roberto Kelly zum Chef des Planungsamtes.


Chile – Der Kampf geht weiter (45min)
RE: Elfriede Irrall (Kohut), Prod.: Komitee „Solidarität mit Chile“, RCH/BRD 1973/74,
Dieser politische Erfahrungsbericht erklärt anhand zahlreicher Beispiele die Politik der christdemokratischen Vor-Allende-Regierung Frei, die Entwicklung der Unidad Popular unter Salvador Allende und deren Niederlage. Von ihrem knapp viermonatigen Aufenthalt in Chile von Dezember 1972 bis April 1973 brachten die Schauspielerin Elfriede Irrall (Kohut) und Dieter Esche Super-8-Filmmaterial und Tonbandaufnahmen mit. Die Idee, daraus einen Dokumentarfilm zu gestalten, erwuchs aus der Mitarbeit beim Aufbau des Komitees „Solidarität mit Chile“. Dank der Hilfe Vieler, nicht zuletzt der DFFB, konnte der Film trotz autodidaktischer Anfangsschwierigkeiten verhältnismäßig rasch fertiggestellt und im Rahmen der breiten Solidaritäts-Bewegung oftmals gezeigt werden.

To pathos ja ti lefterja‘ Ine dynato’tero apo’la ta kelja

(Unsere Leidenschaft nach Freiheit ist stärker als ihre Gefängnisse)

Kundgebung vorm Griechischen Konsulat gegen Repression in Thessaloniki

Übernommen von: www.antifa-kiel.org. Geschehen am: Dienstag, 02. August 2016

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Am heutigen Dienstag, 2.8.2016 versammelten sich gegen Mittag etwa 30 antirassistische und antikapitalistische Aktivist*innen aus Kiel, Neumünster und Hamburg vor der Griechischen Botschaft in Hamburg, um gegen die andauernde Repression gegen selbstorganisierte Projekte von Refugees und linksradikalen Unterstützer*innen in Thessaloniki zu demonstrieren.

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In der vergangenen Woche kam es dort im Nachklang des No Border-Camps zu mehreren Räumungen von besetzten Häusern, die von Refugees und Anarchist*innen als Wohn- und Organisierungsorte genutzt worden sind. Betroffen waren das Nikis-Squat, das Orfanotrofeio und das erst kürlich neu besetzte Hurriya-Squat. Dabei kam es zu zahlreichen Festnahmen. Die dort untergebrachten Refugees wurden zu Militärcamps bzw. in einen Abschiebeknast gebracht. Infolgedessen stehen auch in dieser Woche verschiedene Prozesse gegen Aktivist*innen an, denen eine Beteiligung an den Besetzungen vorgeworfen wird, darunter auch je ein*e Genoss*in aus Kiel und Osnabrück. Die Vorwürfe lauten „Störung öffentlicher Ordnung“ und Sachbeschädigung. Auch in den letzten Tagen setzten sich derweil die Repressionsschläge gegen widerständige Refugees und Supporter*innen in in der nordgriechischen Hafenstadt und darüber hinaus fort.

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Während der etwa 30-minütigen unangemeldeten Kundgebung unmittelbar vor dem Konsulat, die bereits eine halbe Stunde vor der angekündigten Uhrzeit von drei Wagenladungen Bullen erwartet wurde, wurden zwei Redebeiträge zur Situation in Thessaloniki gehalten und solidarische Grüße an die betroffenen Genoss*innen geschickt, Parolen skandiert, Transparente gezeigt und Flugblätter verteilt. Vom offenen Fenster des Konsulats aus wurde das Geschehen offensichtlich aufmerksam verfolgt, zudem wurden auch im Konsulat selbst Flugblätter ausgelegt. Die Bullen ließen die Kungebung weitestgehend gewähren und waren lediglich akribisch darauf bedacht, dass Straße und Bürgersteige nicht allzu sehr blockiert werden.

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Im Anschluss an die Aktion führten einige Aktivist*innen zudem noch eine kurze Spontankundgebung auf der deutlich belebteren innerstädtischen Einkaufsmeile Mönckebergstraße durch. Hier wurde abermals ein Redebeitrag gehalten und Flugblätter an die Passant*innen verteilt.

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Zu der kurzfristig anberaumten Kundgebung hatten vor allem antirassistische und antifaschistische Gruppen aus Kiel mobilisiert.

Solidarität mit den Arbeitskämpfen in Frankreich!

In den Medien herrscht wieder mal eine erstaunliche Stille zu den Arbeitskämpfen in Frankreich, wer sich dennoch informieren möchte kann dies bei Labournet tun.

10 Thesen zu Griechenland

In unserem Komitee haben wir uns zu Griechenland auf folgende Kernthesen geeinigt die weiterhin nichts an Ihrer Aktualität verloren haben, sie treten eher noch klarer in den Vordergrund.

Krisenlabor Griechenland

1. Die Krisenpolitik der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat in Griechenland die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in vielen Bereichen auf das Niveau von Schwellenländern abgesenkt.


2. Das chauvinistische Bild vom „faulen Griechen“, der mit den Steuermitteln des „fleißigen Deutschen“ gerettet werden soll, dient der Spaltung,dem Aufbau von Missgunst und der Verhinderung eines solidarischen Widerstand gegen das europäische Krisenregime.


3. Der Auslöser der europäischen Krise war die Finanzkrise 2008/2009, in deren Verlauf Banken mit Steuermitteln gerettet wurden und Staaten durch diese Bankenrettungen weiter in die Verschuldung getrieben wurden.


4. Verschärft wurde die Krise durch die Krise des Euros und Spekulationen mit Staatsanleihen.


5.  Mit einer „Schockstrategie“ wird die Krise benutzt, den EU-Staaten eine Art Agenda 2010 zu verpassen.


6. Die Krisenländer die sich den Hilfsplänen der EU unterwerfen müssen, werden in ihrer Wirtschafts- und Finanzplanung zu Befehlsempfänger der Troika und verlieren dadurch faktisch ihre staatliche Souveränität.


7. Durch Lohndumping und Sozialabbau erzielte Deutschland in der EU starke Wettbewerbsvorteile und hohe Exportüberschüsse.


8. Der Konkurrenzdruck kehrt nach Deutschland zurück, wenn in den Krisenländern die drastischen Kürzungsprogramme exekutiert wurden.


9. In Reaktion auf die Krise verstärken sich in ganz Europa nationalistische und rassistische Tendenzen.


10. Im Mittelpunkt der EU-Konstruktion standen und stehen in erster Linie die ökonomischen Interessen der Wirtschaftseliten.


11. Für ein soziales, demokratisches und ökologisches Europa bedarf es eines europaweiten solidarischen Widerstands, der mit der Logik der herrschenden
Politik in der EU bricht