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Wie Rassismus aus Wörtern spricht

„Worte können sein wie winzige Arsendosen, sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“ Victor Klemperer, LTI. Notizen eines Philologen

Nicht zuletzt seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz Ende Mai im us-amerikanischen Minneapolis und den weltweiten Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt ist auch in Deutschland eine neue Debatte über Rassismus und dessen vielfältigen Erscheinungsformen entbrannt. Dies macht selbst vor einem Philosophen wie Immanuel Kant („Kant war ein Rassist“, Frankfurter Allgemeine 23.6.20), einem der Lichtgestalten und viel zitierten Begründer „europäischer Werte“ nicht halt. Und auch der Inhaber der Kieler „Mohren-Apotheke“ verspricht eine Namensänderung: „Der Begriff ‚Mohren‘ ist im aktuellen Gebrauch negativ besetzt“ (Kieler Nachrichten 2.7.20).

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