Recht auf Wohnen erkämpfen! Gegen Banken- und Immobilienkapital !

Veranstaltung am 03. Mai 2018 um 19:30 Uhr in der Pumpe Galerie

Aktivist*innen aus Griechenland, Spanien und Deutschland berichten

Seit der Bankenkrise 2008 verschärfte sich vor allem in Griechenland und in Spanien die Wohnsituation für viele Menschen. Im Gegensatz zu Deutschland wohnen dort ca. 80 % der Menschen in Eigentumswohnungen. Diese Wohnungen wurden ihnen per Kredit von den Banken fast aufgedrängt. Nach der Bankenrettung durch Steuergelder und staatliche Garantien wurden die wirtschaftlichen Bedingungen für sehr viele Menschen prekär, sie verloren ihre Arbeit und konnten die Kredite für ihre Wohnungen nicht zurückzahlen.

In Deutschland wurde die Situation aus anderen Gründen immer schlimmer. Während in Griechenland und Spanien die Sparvermögen durch Arbeitslosigkeit und Wohnungsverlust (die Kredite müssen nach der Zwangsräumung trotzdem weiter bezahlt werden) weitestgehend geplündert wurden und bezahlte Vollzeitjobs nur noch 400-700€ monatlich bringen bei Preisen wie bei uns, hat die Niedrigzinspolitik in Europa dazu geführt, dass fast unbesehen Immobilien erworben wurden, was zu einem dramatischen Mietenanstieg führte.

In allen drei genannten Ländern kommt es in den vergangenen Jahren immer mehr zu Zwangsräumungen. In allen Ländern wehren sich die Menschen dagegen auf

unterschiedliche Art und Weise. Die wohl am längsten und am besten organisierte Bewegung ist die PAH Plattform der von Hypotheken Betroffenen) in Spanien. In Deutschland sind es meist linke Mieterzusammenschlüsse und deren Organisationen, die aktiven Widerstand leisten. Und auch in Griechenland formiert sich seit einiger Zeit der Widerstand gegen die Zwangsräumungen.

 Unsere Veranstaltung am 3. Mai 2018 soll die unterschiedlichen Bedingungen der Kämpfe, aber auch deren Gemeinsamkeiten darstellen. Außerdem erhoffen wir uns einen internationalen Austausch, durch den alle von allen lernen können.

Film zur PAH: https://www.youtube.com/watch?v=erTvQ1KSYis

und ca. 2 Wochen später zeigen wir den Film

Sieben Tage bei der PAH

mit deutschen Untertiteln

Am 16. Mai 2018 um 20:00 Uhr

im Kino der Hansastraße 48

 Dokumentarfilm über die neue Massenbewegung gegen Zwangsräumungen in Spanien 

Das Forum der von Hypotheken Betroffenen (PAH) hat sich in den letzten Jahren zu einer neuen Massenorganisation entwickelt und ist zugleich eine der wichtigsten Organisationsstrukturen der gesellschaftlichen Mobilisierung gegen die Krise in Spanien. 

Die PAH ist ein Netzwerk wechselseitige Hilfe, mit einer breiten gesellschaftlichen Verankerung, weit über das linke Milieu hinaus, das viele zuvor nicht politisch Aktive anzieht. Nicht nur mit der Verhinderung von Zwangsräumungen macht die PAH von sich reden – sie haben vielfältige politische Aktionen entwickelt: Bankenbesetzungen, Druckkampagnen, Volksbegehren, (Wieder)Aneignung leerstehender Gebäude etc.

Und man beschränkt sich nicht auf wechselseitige Hilfe, sondern versteht sich selbst als Ort der politischen Aktion, der Organisation und Schulung, aber auch der Verknüpfung mit anderen Gruppen. Die Filmemacher, selbst aktiv in der PAH, begleiteten die PAH eine Woche lang bei ihren Aktivitäten.

Sieben Tage bei der PAH Barcelona Regie: Pau Faus Drehbuch: Pau Faus y Silvia González Laá Ton: Xavi Andreu Übersetzung: Raul Zelik Untertitel: Carlos Aparicio

Bei dieser Veranstaltung wurde wir von der Rosa-Luxemburg Stiftung unterstützt.